Rebsorte Nero d'Avola, Weintraube

Nero
d'Avola

Calaulisi

Einer der berühmtesten und typischsten Rotweine Siziliens ist der Nero d’Avola der nach der Gemeinde Avola in der Provinz von Syrakus benannt wurde. Dort bekam er zum ersten Mal einen Namen, bevor er auch in den nahen Gebieten Pachino und Noto verbreitet wurde. Sein ursprünglicher Name „Calaulisi”, der falsch italianisiert und mit Calabrese übersetzt wurde, kommt von zwei mundartlichen Ausdrücken: „Calea”, Traube und „Aulisi”, aus Avola.
Schon 1800 war der Nero d'Avola in Europa ein sehr begehrter Wein. Er wurde von französischen Händlern verkauft, die ihn vor allem als Verschnittwein verwendeten, um ihren Weinen mehr Körper und eine intensiv rote Farbe zu verleihen.
Heute gehört der Nero d'Avola zu den anerkannten Qualitätsweinen und wird überall auf der Welt wegen seines kräftigen, ausdruckvollen Charakters geschätzt. Er hebt sich durch seine glänzende rubinrote Farbe hervor: als junger Wein hat er violette Reflexe, später sind diese eher granatrot. Die Weinberge im Osten Siziliens erzeugen ein mediterranes Aroma mit zahlreichen fruchtigen und würzigen Noten. Der Nero d’Avola verleiht dem Suber Körper und veredelt ihn mit einer fruchtigen Note von schwarzen Maulbeeren und Brombeeren, wodurch er einen lieblicheren Geschmack bekommt.

MORPHOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Blatt: mittelgroß bis groß, keilförmig, pentagonal oder rund, gewöhnlich ganz oder dreilappig, selten fünflappig.
Traube: mittelgroß bis groß, zylindrisch oder zylindrisch-konisch, oft mit einer langen Nebentraube, seltener mit zwei Nebentrauben; mittleres bis kompaktes Aussehen, gewöhnlich langer Stil, grün–rosa Farbe, holzig an der Basis; grün-rosa Rhachis, grüne Blütenstängel.
Weinbeere: mittelgroß - klein, breit eiförmig bis eiförmig, violett-schwarze Schale mit Duftfilm, eher dünn.

VERBREITUNGSGEBIET

In Sizilien ist Nero d‘Avola die wichtigste schwarze Traube: Sie ist in den Provinzen von Syrakus (Avola, Noto, Pachino, usw.), Ragusa, Caltanissetta, Agrigento und Catania besonders stark verbreitet, wird jedoch in allen sizilianischen Provinzen angebaut.

IST IN FOLGENDEN DOC- UND DOCG-WEINEN AUS SIZILIEN ENTHALTEN

DOCG-WEINE: Cerasuolo di Vittoria.
DOC-WEINE: Eloro, Erice, Contea di Sclafani, Contessa Entellina, Delia Nivolelli, Etna, Mamertino di Milazzo, Menfi, Monreale, Riesi, Salaparuta, Sambuca di Sicilia, Santa Margherita di Belice, Sciacca, Vittoria.

Die Rebsorte Frappato stammt wahrscheinlich von der iberischen Halbinsel und wurde schon von Domenico Sestini in seinem Werk „Erinnerungen an den sizilianischen Wein” aus dem Jahr 1760 erwähnt, in dem er sich ausdrücklich auf den Anbau der Rebsorte Frappato in der Stadt Vittoria in der Provinz Ragusa bezieht. Noch heute wird in diesem Gebiet im Süd-Osten Siziliens ein Wein aus dem Frappato gewonnen, der zusammen mit dem Nero d'Avola für die Produktion des berühmten Cerasuolo di Vittoria verwendet wird. Aber auch wenn die Frappato-Trauben rein zu Wein verarbeitet werden, ist der Frappato ein überzeugender Wein mit einem intensiven und zarten Duft und einem frischen, aber gleichzeitig gut strukturierten Geschmack. Er verleiht dem Suber einen Duft von gelbem Pfirsich und eine zarte Tannin-Note.

Frappato

Nero Capitano

Rebsorte Frappato, Weintraube

MORPHOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Blatt: groß bis sehr groß mit mittelgroßem Hauptlappen, fünflappig, manchmal dreilappig; Form: pentagonal oder keilförmig, manchmal rund.
Traube: mittelgroß bis groß, zylindrische oder konische Form, mit Nebentraube, kompakt bis sehr kompakt. Kurzer grüner Stil, mit rosa Tönungen auf der Seite, die der Sonne ausgesetzt war, holzig an der Basis. Rhachis und Blütenstiele in grüner Farbe.
Acino: mittelgroß - klein, rund bis elliptisch, dicke Schale mit Duftfilm, schwarz-violette Farbe.

VERBREITUNGSGEBIET

Provinzen von Ragusa, Siracusa und Catania

IST IN FOLGENDEN DOC- UND DOCG-WEINEN AUS SIZILIEN ENTHALTEN

DOCG WEINE: Cerasuolo di Vittoria.
DOC WEINE: Eloro, Erice, Vittoria.

Rebsorte Alicante, Weintraube

Alicante

Grenache

Aus Spanien stammende Rebsorte, die nach der gleichnamigen Stadt Alicante in der Region Valencia benannt wurde. Es ist eine der namhaftesten Rebsorten der iberischen Halbinsel. Sie kam aus Spanien und wurde ab dem XV. Jahrhundert in Italien verbreitet, vor allem in Sardinien, wo sie noch heute weit verbreitet und unter dem Namen Cannonau, dem Namen des gleichnamigen Weines, bekannt ist. Von Sardinien ist es ist nicht weit nach Süditalien und in kurzer Zeit fasste diese Rebsorte auch in Sizilien Fuß, wo sie optimale klimatische Bedingungen für die Produktion eines Weines mit Struktur fand, der gleichzeitig harmonisch und ausgeglichen ist. Er hat nach der Reifung eine rubinrote Farbe mit violett bis granatroten Reflexen, einen Duft von reifen roten Früchten und Gewürzen und einen Nachgeschmack nach Mandeln.
Diese Rebsorte trägt zum Alkoholgehalt des Weines Suber bei und verleiht diesem intensive, exotische und würzige Düfte.

MORPHOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Blatt: mittelgroß, rund, fünflappig, manchmal dreilappig
Traube: mittelgroß, zylindrisch-konisch, manchmal mit Nebentraube
Weinbeere: halbrund, feste Schale mit Duftfilm, dunkelblaue bis violette Farbe.

VERBREITUNGSGEBIET

Provinzen von Catania und Messina.