Der Weinberg wird traditionsgemäß nach dem Quincunx-Schema angeordnet

Der Weinberg von Daino

Traditionell angebaut, vom Menschen gepflegt, manuell geerntet Fotogallerie

Seit Jahrhunderten haben die Bauern der Gegend von Caltagirone auf den Weinbergen gearbeitet und ihr Wissen über den Anbau des Nero d’Avola, des Frappato und des Alicante bis heute überliefert, so dass diese Rebsorten zu einem typischen Bestandteil der Landschaft und der Kultur von Caltagirone wurden. Das Weinunternehmen Daino bebaut seine Weinberge mit den traditionellen Weinbautechniken, wobei der Umweltschutz sowie die natürliche Entwicklung der Pflanze und der Frucht respektiert werden. Die verschiedenen Phasen der Arbeit werden manuell ausgeführt: von der Anlage des Weinberges bis zu den darauf folgenden Anbauphasen. Jeder einzelne Rebstock bekommt die Aufmerksamkeit des Menschen und wird von ihm bearbeitet.
Der Rebschnitt folgt den Mondphasen und wird mit Scheren ausgeführt, die – genau wie früher – von örtlichen Handwerkern angefertigt werden. Die oberflächlichen Wurzeln werden entfernt, um die Pflanze zu zwingen, in die Tiefe zu wachsen. Eine große Bedeutung hat auch der sogenannte „grüne Schnitt”, um das Wachstum der Pflanze im Sommer wieder auszugleichen und das Wachstum der Blätter aufzuhalten. Die Erde wird nach den Vorschriften des biologischen Weinbaus durch eine natürliche und organische Düngung mit Nährstoffen angereichert (Mist von Schafen und Pferden).
Der Boden um jede Pflanze wird manuell gehackt, und das Land wird mit Hilfe eines Esels bestellt. In der Vorbereitungsphase der Weinlese ist eine sorgfältige und ständige Kontrolle des Reifezustands der Trauben notwendig: Ab Mitte August wird der Zuckergehalt der Trauben einmal pro Woche überprüft. Erst wenn die optimale Reife festgesellt wurde, werden die Trauben geerntet. Dies wird an einem einzigen Tag bewerkstelligt, und zwar wird immer manuell. Es wird darauf geachtet, die Frucht zu schützen und nicht mehr als eine gewisse Zahl von Trauben in eine Kiste zu geben. Auf diese Weise erhält man eine gesunde Ernte, die eine notwendige Voraussetzung für einen Qualitätswein ist.

Anbau der Rebstöcke in Buscherziehung (alberello)
in Sizilien

Von den Weinbergen der Antike bis zu den Reihen von Daino:
Das Wissen aus der Vergangenheit wird mit der Qualität
einer modernen Bioproduktion kombiniert
Fotogallerie
Der Anbau der Rebstöcke in Buscherziehung gewährleistet, dass jede einzelne Pflanze genug Sonne bekommt

Die Buscherziehung war die bevorzugte Weinbaumethode der alten Mittelmeer-Völker, denn die Anordnung der Rebstöcke in gleichmäßigen Reihen gewährleistete, dass der verfügbare Boden bestmöglich genutzt werden konnte und dass jede Pflanze einen angemessenen Anteil des Bodens und des Lichtes bekam. Das Sonnenlicht erreichte in der Tat alle Rebstöcke in gleicher Weise und mit der gleichen Intensität, ohne dass diese sich gegenseitig beschatteten. Die Rebstöcke wurden so angeordnet, dass sie gleichmäßige geometrische Muster bildeten (Quincunx auf Latein), die in Einklang mit ihrem Umfeld standen.
In Einklang mit diesen alten Weinbautraditionen hat sich das Unternehmen Daino entschieden, seine Rebstöcke in Buscherziehung nach dem Quincunx -Schema zu pflanzen, nach dem die einzelnen Pflanzen Teil eines „Systems” werden, das aus dem ganzen Weinberg und den Beziehungen zwischen den einzelnen Rebstöcken besteht. Außerdem wird jeder einzelne Rebstock von einem Rebpfahl aus Kastanienholz gestützt, an dem die Ranken mit Schnüren zusammengebunden werden, die aus einer der typischen Pflanzen der Mittelmeer-Macchia

hergestellt werden, der Cortaderia Jubata, die in Sizilien „Liama” genannt wird.
Der Rebstock ist dreidimensional angelegt, so dass der Wind und die Sonne sich um ihn drehen können. Die alten Winzer sagen, dass die Bienen in der Lage sein müssen, um die Rebstöcke zu fliegen.
Salvo Foti - Önologe

Die Interdependenz der Rebstöcke wird von der Symmetrie der Anlage vorgegeben, nach der jede Pflanze auf dem ganzen Weinberg gleich viel Platz hat. Durch diese Weinbautechnik verhält sich der ganze Weinberg wie ein einziger großer Organismus: Er reagiert auf die Umgebungsreize und auf die Eigenschaften des Bodens, indem er Selbstregulierungsmechanismen entwickelt, die die verschiedenen Vegetations- und Produktionsphasen der einzelnen Rebstöcke bestimmen (Wurzelaktivität, Wachstum der Keime, Anbau der Frucht, Endprodukt).